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Cause Related Marketing (CRM )- manchmal etwas unbeholfen übersetzt mit „zweckgebundenes Marketing“ beschreibt eine Marketingstrategie, bei der Unternehmen und Non Profit Organisationen eine Partnerschaft eingehen, die beiden Seiten Vorteile bringen soll. Beim Verkauf bestimmter Produkte wird ein Teil der Erlöse für wohltätige Zwecke eingesetzt. In Deutschland bislang noch relativ wenig eingesetzt, ist CRM im angloamerikanischen Raum seit Jahrzehnten ein sehr etabliertes und erfolgreiches Instrument des Corporate Citizenship und des Marketing-Mix. (vgl. Competence in Corporate Citizenship, 3C Unternehmensberatung)

Corporate Citizenship (CC)- hierzulande als Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen übersetzt, ist die Bündelung aller gesellschaftsbezogenen Aktivitäten eines Unternehmens und deren strategische Ausrichtung auf übergeordnete Unternehmensziele, kurz: die Verbindung vom Gemeinsinn und Eigennutz. CC ist die gesellschaftlich externe Komponente von CSR. (vgl. Competence in Corporate Citizenship, 3C Unternehmensberatung)

Corporate Giving meint die (in Deutschland in Form von Mäzenatentum und Unternehmensstiftungen seit langem etablierten) materiellen oder finanziellen Zuwendungen von Unternehmen an gemeinnützige Projekte und Institutionen- meist in Form von Schenkungen oder Spenden. Im Gegensatz zum Social Sponsoring impliziert Corporate Giving keine Gegenleistungen durch die Empfänger. (vgl. Competence in Corporate Citizenship, 3C Unternehmensberatung)

Corporate Social Responsibility (CSR) meint die soziale und ökologische Verantwortung von Unternehmen in allen Bereichen der Unternehmenstätigkeit - von der eigentlichen Geschäftstätigkeit im engeren Sinne, inklusive aller Wertschöpfungsprozesse, bis hin zu den Austauschbeziehungen mit Mitarbeiter/innen, Zulieferern und Anspruchsgruppen im Gemeinwesen. CSR liefert den Überbau für Corporate Citizenship. (vgl. Competence in Corporate Citizenship, 3C Unternehmensberatung)

Corporate Volunteering ist Teil des Corporate Citizenship-Mixes und beschreibt die Unterstützung von Arbeitnehmer/ -innen, die sich in sozialen, kulturellen oder anderen Projekten bürgerschaftlich engagieren wollen durch die Unternehmen, in denen sie arbeiten. Auf diese Weise übernehmen Unternehmen soziale Verantwortung im lokalen Raum und sind an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligt.

Corporate Governance
Ausgehend von der Idee einer Aufsicht über privatwirtschaftliche Organisationen und Unternehmen, beschreibt Corporate Governance internationale und nationale Werte und Grundsätze für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung, die sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Management gelten. Corporate Governance umfasst verpflichtende und freiwillige Grundsätze, Methoden und Instrumente für eine gute Unternehmensführung und -Kontrolle. In Deutschland ist dieser Ansatz durch den „Corporate Governance Kodex“ für börsennotierte Unternehmen inzwischen sogar gesetzlich verankert. Eine gute Corporate Governance gewährleistet eine verantwortliche, qualifizierte, transparente und auf den langfristigen Erfolg ausgerichtete Unternehmensführung und soll so dem Unternehmen selbst, seinen Anteilseignern und Mitarbeitern, aber auch externen Stakeholdern dienen. (vgl. IHK Hamburg)

Mit einem Code of Conduct (= Verhaltenskodex) verpflichtet sich ein Unternehmen bestimmte soziale, ökologische oder sonstige Werte und Prinzipien zu befolgen und diese aktiv in die Unternehmensstrategie zu verankern. Unternehmen können sich für diese „freiwillige Selbstverpflichtung“ entweder an vorhandenen Vorgaben orientieren oder eigene, darüber hinausgehende Normen verfolgen. Eine der bekanntesten Initiativen ist die International Labour Organisation. Deren Vorgaben bzw. Kernarbeitsstandards beinhalten unter anderem das Verbot von Pflicht- und Zwangsarbeit, Mindestlöhne- und Mindestalter für Beschäftigte, die Organisations- und Tarifverhandlungsfreiheit sowie Diskriminierungsverbote.

Compliance meint die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch die Einhaltung freiwilliger Verhaltenskodizes von Unternehmen. Ziel ist die Vermeidung eines negativen Ansehens z.B. infolge einer Korruptionsaffäre sowie der Ausschluss von Haftungsfällen bzw. Schadensersatzklagen. Compliance gilt als Voraussetzung der ordnungsgemäßen Unternehmensführung. (vgl. Hans Böckler Stiftung)

CSR-Europe ist ein von Unternehmen getragenes europäisches Netzwerk mit dem Ziel, Unternehmen dabei zu unterstützen, Profitabilität und Nachhaltigkeit zu verbinden, indem sie CSR zum integralen Bestandteil ihrer Unternehmensphilosophie und –strategie machen. CSR-Europe ist mit seinen Mitgliedsunternehmen und nationalen Partnerorganisationen der zentrale europäische Anlaufpunkt zu CSR. Die nationale Partnerorganisation von CSR-Europe in Deutschland ist Econsense. Das Corporate Citizenship Netzwerks UPJ ist auf der Ebene verschiedener Programme Partner von CSR-Europe. (vgl. Competence in Corporate Citizenship, 3C Unternehmensberatung)