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Accountability (= Rechenschaftspflicht) bedeutet die Pflicht von Unternehmen, Rechenschaft darüber abzulegen, dass der von ihnen erwirtschaftete ökonomische Mehrwert nicht auf die Kosten von Gesellschaft oder Umwelt geht. Accountability ist im Grunde genommen das Gegenteil von Willkür, da sie die Offenlegung, das «dafür gerade stehen», die Rechenschaftsablage, die Übernahme von Verantwortung und die Verpflichtung, sich zu erklären beinhaltet. (vgl. Bertelsmann Stiftung)

Assurance meint im Kontext der Unternehmensberichterstattung die Glaubwürdigkeit der Berichtsinhalte. Meistens wird dies durch eine externe Prüfung, z. B. durch Wirtschaftsprüfer, gewährleistet. Die externe Überprüfung kann sowohl die Glaubwürdigkeit und Transparenz nach außen, insbesondere gegenüber Stakeholdern, als auch die Qualitätssicherung nach innen erhöhen. (vgl. Bertelsmann Stiftung)

Audit ist das Verfahren zur Kontrolle der Einhaltung von Qualitäts-, Sozial oder Umweltstandards durch geschulte Auditoren. I.d.R. werden Zielsetzungen mit dem Ist-Zustand verglichen. (vgl. Hans Böckler Stiftung)

AVE Sektorenmodell „Sozialverantwortung“: Die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) entwickelte 2003 im Multistakeholder- Verfahren einen Verhaltenskodex, der branchenumfassend Sozialstandards einführen soll. Der deutsche Einzelhandel verpflichtet sich damit, seine gesamten Wertschöpfungsketten zu überprüfen und anschließend zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen beizutragen. Mit dem AVE-Sektorenmodell hat sich erstmals eine ganze Branche auf bestimmte Sozialstandards verständigt. (vgl. Bertelsmann Stiftung)